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	<title>Emilia Vonhoff &#8211; aula</title>
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		<title>Mehr als Schulfrust: Der unterschätzte Einfluss der Schule auf die mentale Gesundheit von Schüler*innen</title>
		<link>https://www.aula.de/mentale-gesundheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Emilia Vonhoff]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Oct 2024 09:59:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Ein Kommentar von <a href="https://www.aula.de/emilia-vonhoff/">Emilia Vonhoff</a></p>
<h1>Schule und ihre Auswirkungen auf die mentale Gesundheit</h1>
<p>Im Durchschnitt beginnt die Schullaufbahn für viele Kinder im sechsten Lebensjahr – dennoch ist die Schule ein Raum, der im Umgang mit mentaler Gesundheit noch nicht ausreichend sensibilisiert ist. Gerade weil 75% aller psychischen Krankheiten bereits vor dem 24. Lebensjahr, also zum Großteil während der Schulzeit, entstehen. Woran genau mangelt es also? Und wieso sind überhaupt so viele Schüler*innen krank?<span id="more-4800"></span></p>
<h3>Schwere Last in schwierigen Zeiten</h3>
<p>Gedrückte Stimmung unter Schüler*innen ist keine Neuheit. Und doch lässt sich beobachten, dass die Schüler*innen von heute es möglicherweise besonders schwer haben und junge Menschen verunsichern: Die weltweite Corona-Pandemie, Krieg(e) in der Welt und Europa und die Sorge um die Folge der Klimakrise. Das aktuelle Leben, sowie die nahe Zukunft scheinen in Gefahr. Das würde mich nicht nur verunsichern, sondern auch klein und unbedeutend fühlen lassen. Ich würde mich auch fragen: „Wieso sitze ich jetzt in der Schule und lerne, wie man den Nullpunkt einer Parabel berechnet, während unzählige Menschen (und unsere Erde) sterben?“.</p>
<p>Diese Umstände wirken bedrohlich und gehen nicht spurlos an Kindern vorbei – sie werden ohnmächtig in Bezug auf ihre äußeren Umstände.</p>
<h3>Wie ernst ist die Situation?</h3>
<p>Die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen war auch schon vor der Corona Pandemie gefährdet. Im Zeitraum 2014-2017 weisen bereits 16,9% der Kinder und Jugendlichen in Deutschland psychische Auffälligkeiten auf. Außerdem besagt eine <a href="https://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/endstation-depression-wenn-schuelern-alles-zu-viel-wird">Studie der KKH</a>, dass die Zahl der 13- bis 18-Jährigen, die an einer Depression erkranken, zwischen 2007 und 2017 um 120 Prozent gestiegen ist. Auch die Nachfrage zum Erhalten einer Psychotherapie ist demnach gewachsen, so beanspruchen im Jahr 2019 823.000 Kinder und Jugendliche psychotherapeutische Hilfe. Das ist mehr als doppelt so viel wie zehn Jahre zuvor. Doch auch hier gibt es einen Graubereich, denn es gibt noch immer Schüler*innen, die sich nicht trauen, nach Hilfe zu fragen. Scham, Schwäche oder die Sorge, als „verweichlicht“ wahrgenommen zu werden, können Gründe dafür sein.</p>
<p>Unser Ziel sollte es sein, Kindern und Jugendlichen sichtbar zu machen, dass psychische Probleme keine Einzelfälle sind, sie damit also nicht allein ist und es Hilfsangebote gibt. Die Gründe für diese Auffälligkeiten sind vielfältig und können sowohl in der Schule als auch zu Hause ihren Ursprung haben. Schulstress und Leistungsdruck spielen dabei aber eine besonders große Rolle, weil Schüler*innen meist, auch wenn sie nach der Schule nach Hause kommen, gar nicht so einfach davon loslassen können. Ein weiterer Grund ist leider Mobbing, vor allem innerhalb der Schule aber auch in Form von Cyber-Mobbing. Laut der <a href="https://de.statista.com/themen/1200/pisa-studie/">Pisa-Studie 2022</a> sind 7% aller 15-Jährigen in Deutschland von häufigem Mobbing betroffen. Noch schlimmer wird es dann, wenn man wenige oder gar keine Freunde in der Schule hat, oder man sich mit diesen auch noch streitet. Leider hat auch nicht jedes Kind ein gutes Verhältnis zu seiner Familie, wodurch eine wichtige Stütze gegebenenfalls wegfällt. In der Oberschule spielt die Pubertät eine große Rolle für viele Schüler*innen und ist ein häufiger Auslöser für Stimmungsschwankungen, welche wiederum ein ausschlaggebender Faktor für die mentale Gesundheit sind. Außerdem können traumatische Erlebnisse aus der Kindheit, wie z.B. die Trennung der Eltern dazu beitragen, dass sich die mentale Gesundheit der Schüler*innen verschlechtert.</p>
<p>Die Auffälligkeiten können also viele verschiedene Gründe haben. Aber was kann man tun, damit Schüler*innen nicht psychisch krank werden, sondern gesund und selbstsicher in der Schule aufwachsen?</p>
<h3>Bereits viel erreicht – doch noch Luft nach oben:</h3>
<p>Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Schultage nach den Ferien. Die Motivation hielt sich oft Grenzen und die meisten meiner Mitschüler*innen waren noch im Urlaubsmodus. Die Lehrkraft fragt, wie es uns geht, wie die Ferien waren. Ich glaube, an diesem Punkt gäbe es eine großartige Möglichkeit wirklich herauszufinden, was in den Schüler*innen vor sich geht. Gerade nach den Ferien fällt der Einstieg in den Lernstoff oft schwer und die Lehrer*innen könnten hier gezielt danach fragen: „Womit habt ihr Schwierigkeiten?“, „Was beschäftigt euch gerade“ oder ganz direkt „Fällt es euch schwer aus den Ferien wieder in die Schule zu kommen?“.</p>
<p>Es braucht an Schulen mehr personelle Ressourcen, die für solche Themen sensibilisiert sind. Das sind Lehrer*innen nämlich leider oft (noch) nicht. Es hätte jedoch einen Mehrwert für alle, wenn das vorhandene Personal wüsste, wie es die Resilienz und die mentale Gesundheit der Schüler*innen fördern kann und niemanden weiter überfordert. Einzelne Akteur*innen aus dem NGO Sektor bieten z.B. passende Work-Shops an, die sich gezielt an Lehrkräfte richten, beispielsweise der Verein <a href="https://kopfsachen.org/workshops">Kopfsachen</a></p>
<h6>*<em>Kopfsachen: Der Verein **Kopfsachen e.V.** widmet sich der Förderung der mentalen Gesundheit junger Menschen und unterstützt sowohl Schüler*innen als auch Lehrkräfte. In Bezug auf die **Fortbildung von Lehrkräften** bietet der Verein speziell konzipierte Workshops an, die Lehrkräfte dabei unterstützen, psychische Gesundheit im Schulalltag gezielt zu fördern. Diese Workshops helfen dabei, das Verständnis für psychische Belastungen bei Schüler*innen zu vertiefen und praxisnahe Strategien zu entwickeln, um ihre Resilienz und mentale Gesundheit zu stärken.</em></h6>
<h3>Das Schulfach Glück</h3>
<p>Ein interessanter Ansatz ist auch das Schulfach „Glück“, welches mittlerweile an über 400 Schulen in Deutschland unterrichtet wird. Das Ziel davon ist, den Schüler*innen beizubringen, wie man glücklicher und zuversichtlicher durchs Leben geht. Dabei lernen sie unter Anderem, ihre eigenen Emotionen und Bedürfnisse zu erkennen und zu benennen. Außerdem lernen sie Selbstfürsorge und Wertschätzung, sowie nicht zu lange an negativen Ereignissen festzuhalten. Wir sehen hier eine große Chance, da die Schule ein toller Ort ist, um mehr über Gefühle zu sprechen und das Thema so auch langfristig zu normalisieren, sodass es das Fach vielleicht eines Tages gar nicht mehr braucht. Das Fach kann außerdem auch die Beziehung zu den Lehrer*innen und die Klassengemeinschaft stärken. Gleichzeitig sollte es durch ein weiteres Schulfach nicht zur weiteren Belastung von Schüler*innen kommen, sondern zuvor strukturell und an der allgemeinen Schul-Organisation gearbeitet werden.</p>
<h3>Wie kann das Beteiligungskonzept aula unterstützen?</h3>
<p>Mit aula lernen Schüler*innen, sich einzubringen und ihre eigenen Bedürfnisse zu erkennen und wie es ihnen mit den aktuellen Umständen ihrer Umgebung geht. Das sind Kompetenzen, die die Schüler*innen ihr Leben lang brauchen. Außerdem trägt aula zur Selbstwirksamkeit bei, die wiederum das Selbstbewusstsein stärkt und Resilienz aufbaut. Sie werden Gestalter*innen ihrer Umgebung und können so etwas aktiv gegen die gefühlte Ohnmacht tun.</p>
<p>Sollten sich Schüler*innen für die Mentale Gesundheit interessieren und Abstimmungen dazu einreichen, könnte z.B. über die Einführung eines Mental-Health-Days oder die Einführung des Schulfach Glück diskutiert werden. Hier wäre eine sensible Schulleitung bzw. Projektgruppe eine gute Stütze, die den sicheren Raum schaffen kann, dass Ideen zur mentalen Gesundheit überhaupt wertungsfrei eingereicht werden.</p>
<p>Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in der Schule tatsächlich besonders viele Angststörungen auftreten. Dies lässt sich unter anderem auf den starken Leistungsdruck und auch auf das strikte Auswendig-Lernen vom Stoff zurückführen. Aber auch die vielen sozialen Situationen, die tagtäglich in der Schule stattfinden, können für manche Schüler*innen Angstzustände auslösen. Dazu gehören vor allem das Vorlesen oder das Präsentieren vor der Klasse. Beim Erkennen dieser Vielzahl von Auffälligkeiten sehe ich die Verantwortung nicht allein bei den Lehrkräften, da diese nicht primär für psychologische Unterstützung ausgebildet wurden. Es bedarf vielmehr einer verstärkten Bereitstellung schulpsychologischer Beratungsstellen und vergleichbarer Ressourcen. Die Lehrer*innen haben aber durchaus einen großen Einfluss auf die mentale Gesundheit der Schüler*innen, da sie viel Zeit miteinander in der Schule verbringen und es durch den Leistungsdruck auch schnell emotional werden kann. Umso wichtiger ist eine pädagogische und sensibilisierte Ausbildung der Lehrkräfte und die Unterstützung durch Schulpsycholog*innen oder Sozialarbeiter*innen, welche leider oft noch nicht im benötigenden Ausmaß stattfindet. Das sollte sich dringend Ändern!</p>
<h6><em>Quellen:</em></h6>
<ul>
<li><a href="https://deutsches-schulportal.de/schule-im-umfeld/mentale-gesundheit-bei-schuelern-julian-schmitz-wir-haben-eine-pandemie-der-psychischen-belastungen/"><em>https://deutsches-schulportal.de/schule-im-umfeld/mentale-gesundheit-bei-schuelern-julian-schmitz-wir-haben-eine-pandemie-der-psychischen-belastungen/</em></a></li>
<li><a href="https://pausenlos-gesund.de/die-psychische-gesundheit-von-schuelerinnen-und-schuelern?gad_source=1&amp;gclid=EAIaIQobChMI48TOj8rYhQMVkmWRBR29DgleEAMYASAAEgIl6PD_BwE"><em>https://pausenlos-gesund.de/die-psychische-gesundheit-von-schuelerinnen-und-schuelern?gad_source=1&amp;gclid=EAIaIQobChMI48TOj8rYhQMVkmWRBR29DgleEAMYASAAEgIl6PD_BwE</em></a></li>
<li><a href="https://curamenta.de/de/blogeintrag/psychisch-gesund-in-der-grundschule"><em>https://curamenta.de/de/blogeintrag/psychisch-gesund-in-der-grundschule</em></a></li>
<li><a href="https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/121641/Immer-mehr-Kinder-und-Jugendliche-erhalten-eine-Psychotherapie"><em>https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/121641/Immer-mehr-Kinder-und-Jugendliche-erhalten-eine-Psychotherapie</em></a></li>
<li><a href="https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/FactSheets/JoHM_03_2018_Psychische_Auffaelligkeiten_KiGGS-Welle2.pdf?__blob=publicationFile#:~:text=Die%20H%C3%A4ufigkeit%20psychischer%20Auff%C3%A4lligkeiten%20bei,3%20bis%2014%20Jahren%20zu"><em>https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/FactSheets/JoHM_03_2018_Psychische_Auffaelligkeiten_KiGGS-Welle2.pdf?__blob=publicationFile#:~:text=Die%20H%C3%A4ufigkeit%20psychischer%20Auff%C3%A4lligkeiten%20bei,3%20bis%2014%20Jahren%20zu</em></a></li>
<li><em>(<a href="https://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/endstation-depression-wenn-schuelern-alles-zu-viel-wird">https://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/endstation-depression-wenn-schuelern-alles-zu-viel-wird</a>)</em></li>
<li><a href="https://de.statista.com/themen/1200/pisa-studie/"><em>[Statistiken zur PISA-Studie | Statista](https://de.statista.com/themen/1200/pisa-studie/) </em></a></li>
<li><em>[Workshops &#8211; Kopfsachen e.V.](<a href="https://kopfsachen.org/workshops">https://kopfsachen.org/workshops</a>/)</em></li>
</ul>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div>
</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Nur wenn jemand zuhört, kann man sich öffnen&#8221;</title>
		<link>https://www.aula.de/nur-wenn-jemand-zuhoert-kann-man-sich-oeffnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Emilia Vonhoff]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Dec 2023 14:50:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[dubistdemokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-1"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><span data-contrast="auto">Ich kann mich nicht an eine Zeit erinnern, in der ich mich nicht zwingen musste, zur Schule zu gehen. Sei es nach den Ferien, nach einem schönen Wochenende oder einfach nach einem ganz normalen Tag. Sobald ich realisierte, dass ich am nächsten Tag wieder an diesen schrecklichen Ort zurück muss, war meine Stimmung im Keller. Und das ist so schade, weil die Schule eigentlich so viel Potenzial bietet, zu lernen. Über sich selbst, über andere und natürlich über die Welt. Leider läuft das jedoch nicht immer so ab. Aber was war denn so schrecklich an meiner Schulzeit? Und was könnte man ändern, damit es Schüler*innen in Zukunft nicht so ergeht?</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Ich wurde damals mit fünf Jahren eingeschult. Für mich war das aufregend, es war schließlich der Anfang eines neuen Lebensabschnitts und ich blickte neugierig in die Zukunft. Als man mir aber sagte, ich würde nun für die nächsten 12 Jahre zur Schule gehen, verfiel ich sofort in Panik. Ich wollte das nicht. Vielleicht war ich auch tatsächlich noch zu jung, um eingeschult zu werden. Nach einiger Zeit habe ich mich aber daran gewöhnt, jeden Tag zur Schule zu gehen. Ich bin zwar nicht gerne dorthin gegangen, aber ich war mir sicher, ich würde sehr viel lernen, zahlreiche Freunde finden und mich schlussendlich auch für einen Beruf entscheiden können. Leider sah die Realität eher anders aus. Ja, ich habe eine Menge gelernt. Aber was habe ich gelernt? Viel Stoff, den ich vermutlich nie wieder brauchen werde. An dieser Stelle hätte ich mir gewünscht, dass wir mit eingebunden werden, dabei den Unterricht mitzugestalten und mehr von dem zu lernen, was uns interessiert und was wir ganz praktisch im Leben brauchen.  Wie man eine Steuererklärung macht, zum Beispiel. Auch wenn es sicher wichtig ist, grundlegende Kenntnisse in Deutsch oder Mathe nach einem bestimmten Lehrplan zu unterrichten, hätten ein bisschen Freiraum und ein paar Möglichkeiten zum Mitentscheiden bereits geholfen. Ausgerechnet im Deutschunterricht hatte ich zum Beispiel das Gefühl, dass ich das, was ich gerade lerne, nie wieder brauchen werde. Das ist alles Zeit, in der man auch etwas Nützliches lernen könnte. </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
<p><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
<p><b><span data-contrast="auto">Zwischen Druck und Zwang</span></b><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Auch das Entscheiden für einen Beruf fiel (und fällt mir immer noch) nicht leicht. Bei mir gab es zwar in der weiterführenden Schule mehrere Stunden zur Berufsberatung, diese verursachten aber leider mehr Druck als Entschlossenheit. Dass man in der Schule noch nicht unbedingt wissen muss, was man später mal machen möchte, ist mir völlig klar. In der Schule hätte man jedoch die Möglichkeit herauszufinden, was einen interessiert und sich dementsprechend fördern zu lassen. Das ist aber schwierig, wenn dir Themen, sogar ganze Fächer, aufgezwungen werden. Ob dich das interessiert, ist egal. Du musst es lernen. Und als wäre das nicht schon genug, wirst du dafür auch noch benotet. Dir wird ein Thema aufgezwungen und wenn du das dann nicht gut genug beherrschst, wirst du bestraft. </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Ebenso wirst du bestraft, wenn du still bist. Ich kann die Benotung der mündlichen Mitarbeit zwar nachvollziehen, finde sie jedoch fraglich. Nicht zuletzt, weil ich selbst eine stille Schülerin war. Aber wenn die mündliche Beteiligung schon benotet wird, wieso werden dann immer noch Schüler*innen aufgerufen, die sich nicht melden? Selbst wenn die Person die Antwort weiß, man sollte niemanden zwingen etwas zum Unterricht beizutragen. Auch ich wurde oft unaufgefordert aufgerufen. Danach war es dann erstmal still, da ich die Antwort – Überraschung – dann meistens nicht wusste. Ich habe diese Stille immer als sehr unangenehm empfunden, da meine Lehrerin so lange schweigend wartete, bis ich etwas gesagt habe. Also habe ich irgendwann angefangen: „Ich weiß es nicht“, zu antworten. Meine Lehrerin brachte sowohl verbal als auch mimisch zum Ausdruck, dass es frech wäre, das zu antworten. Ich fühlte mich unwohl, unter Druck gesetzt und gezwungen. Dieser Umgang führte dazu, dass ich mich irgendwann aktiv zwingen musste jeden Tag zur Schule zu gehen. Und das schon in der Grundschule.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
<p><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
<p><b><span data-contrast="auto">Wie sich Schule auf die mentale Gesundheit auswirkt</span></b><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Es war auch nicht alles schrecklich in der Schule. Es war schön, meine Freunde jeden Tag sehen zu können. Aber nicht jeder hat Freunde. Und nicht jeder wird von seiner Familie unterstützt. Wenn man also weder Freunde noch Unterstützung seiner Familie hat und dann auch noch unter massivem Leistungsdruck leidet, wird man höchstwahrscheinlich unglücklich. </span><a href="https://www.dak.de/dak/bundesthemen/depressive-schueler-2127760.html#/"><span data-contrast="auto">Depressi</span><span data-contrast="none">onen</span></a><span data-contrast="auto"> kommen unter Jugendlichen immer öfter vor und darüber muss gesprochen werden. Am besten dort, wo sie leider oft entstehen. Ein sensibler Umgang mit dem Thema könnte schon helfen und vielleicht sogar ein Gefühl von Gemeinschaft und Zusammenhalt erzeugen. </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Die Schule wäre auch ein guter Ort, um zu lernen, wie wichtig es ist, sich gut um sich selbst zu kümmern. Genügend zu essen, zu trinken und sich auch mal was zu gönnen. Das bringt einem leider niemand bei und das ist schade. Im Gegenteil, es kommt oft genug vor, dass Lehrer*innen sich im Ton vergreifen, manchmal sogar schreien, und kaum Respekt vor den Schüler*innen haben. Bei mir kam das sogar hauptsächlich in der Grundschule vor. In der vierten Klasse mussten wir ein Gedicht lesen und ich war mir nicht sicher in welcher Reihenfolge die Strophen zu lesen sind. Also habe ich meinen Mut zusammengenommen, bin nach vorne zu meiner Lehrerin gegangen und habe sie gefragt. Daraufhin antwortete sie zynisch, dass das doch klar sei und wie ich es denn auf ein Gymnasium schaffen möchte, wenn ich das nicht weiß. In den meisten Fällen passiert dem Lehrer dann nichts. Entweder, weil keiner sich traut etwas zu sagen oder, weil die Schule einfach nichts dagegen unternimmt. Die Schüler*innen hingegen, sind im schlimmsten Fall für ihr Leben geprägt und haben Probleme mit Autoritätspersonen. All das ergibt ein Konstrukt von Erwartungen, in dem man sich gar nicht wohlfühlen kann. Und das ist so unglaublich schade, denn Schule könnte so viel mehr sein.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
<p><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
<p><b><span data-contrast="auto">Was ich mir für die Zukunft wünsche</span></b><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Als ich noch zur Schule ging, musste ich mir von allen Seiten anhören, dass ich die Zeit in der Schule genießen soll. Ich würde sie später vermissen. Vielleicht vermisse ich die Freizeit, ja. Dadurch, dass ich nach jedem Schultag erleichtert war, wieder zu Hause zu sein, waren mir die freien Nachmittage früher sehr viel wert. Aber abgesehen davon, vermisse ich nichts. Jetzt, wo ich nicht mehr zur Schule gehe, kann ich selbst entscheiden, womit ich meine Zeit verbringen und was ich lernen möchte. Aber wieso kann man das nicht schon in der Schule? Als Schülerin war mir die Möglichkeit und Notwendigkeit dessen überhaupt nicht bewusst. Was absurd ist, wenn man bedenkt, dass Schüler*innen einen Großteil ihrer Zeit in der Schule verbringen, dazu kommen noch Hausaufgaben und ähnliches. Natürlich sollten sie dort mitbestimmen dürfen. Hätte ich in meiner Schule mehr Beteiligungsmöglichkeiten wie z.B. aula gehabt, wäre es mir bestimmt besser gegangen. Natürlich hätte sich nicht alles verändert, vor allem nicht sofort. Aber ich hätte mich gesehen und gehört gefühlt. Gerade ich als stille Schülerin hätte mit aula die Chance gehabt, mich digital mit einzubringen und meine Meinung zum Ausdruck bringen zu können. </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Wir leben in einer Zeit, in der eigentlich schon viel über mentale Gesundheit gesprochen wird. Wieso also nicht in der Schule? Für die Zukunft wünsche ich mir, dass Schüler*innen ernst genommen werden. Vor allem, dass ihre Gefühle und Wünsche ernst genommen werden. Denn nur wenn jemand zuhört, kann man sich öffnen. Und dann wird sich hoffentlich etwas ändern.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-1" data-row="script-row-unique-1" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-1"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row has-bg need-focus style-back_color-709823-bg row-container onepage-section" data-label="section-01" data-name="section-01" id="row-unique-3"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode-single-media  text-center"><div class="single-wrapper" style="max-width: 170px;"><div class="tmb tmb-light  tmb-media-first tmb-media-last tmb-content-overlay tmb-no-bg"><div class="t-inside"><div class="t-entry-visual"><div class="t-entry-visual-tc"><div class="uncode-single-media-wrapper"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-5029" src="https://www.aula.de/aula-files/2025/03/Paula_gluecklich.png" width="526" height="398" alt="Paula Eule gl&uuml;cklich" srcset="https://www.aula.de/aula-files/2025/03/Paula_gluecklich.png 526w, https://www.aula.de/aula-files/2025/03/Paula_gluecklich-300x227.png 300w, https://www.aula.de/aula-files/2025/03/Paula_gluecklich-350x265.png 350w" sizes="(max-width: 526px) 100vw, 526px" /></div>
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				</div></div></div></div></div><div class="vc_row style-back_color-173190-bg row-internal row-container"><div class="row-background background-element" style="opacity: 1;">
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